Montag, 26. April 2010

Das Trauma besiegen

Auswärts in Bielefeld. Da war doch noch was. Genau. Es war die Saison 96/97, besser gesagt November 1996. Wir wollten unbedingt zum Auswärtsspiel nach Bielefeld. Also trafen wir uns Samstags Morgens zu einer eher unchristlichen Zeit. Die Stimmung war gut. Das lag aber eher an dem enormen Restalkohol vom Abend vorher. Es war ein grauer, regnerischer Tag. Also fuhren wir nach Bielefeld. Kaum von der Autobahn abgefahren standen wir im Stau. Das drückte schon ein wenig auf die Stimmung. Als wir dann endlich am Stadion ankamen, gab es nur Karten für 30 DM. Was für eine Abzocke. Egal, wir wollten das Spiel sehen. Netterweise hatte die Dame am Kartenverkauf uns Karten direkt in den ersten Reihen verkauft. Es regnete. Vor allem da, wo wir saßen. So langsam setze bei allen dann die Ernüchterung ein. Auch im wörtlichen Sinne. Das Spiel war eher schlecht und wir verloren 1:0. Da standen wir also das ganez Spiel im Regen, auf einem 30 Mark teurem Platz und fuhren ohne Punkte wieder nach Hause.
Damit war der Tag aber noch nicht beschlossen. Jemand, dessen Name ich hier nicht erwähnen möchte, meinte, er würde eine Abkürzung kennen. In Bielefeld! Wo wir zum ersten Mal in unserem Leben waren. Da wir einen langen Stau vor uns hatten, ließen wir uns überreden. Naja, seitdem kenne ich wohl jeden Winkel in Bielefeld. Sobald mehr als 3 Autos hintereinander standen, schrie einer Stau und wir bogen in eine andere Strasse ab. Das ganze Spiel zog sich so gefühlte 3 Stunden hin, bis wir irgendwann, irgendwo dann doch eine Autobahn fanden. Da hatten wir Bielefeld schon lange verlassen. Die Heimfahrt war nicht gerade spaßig. Alle waren angefressen wegen der Niederlage und vor allem total genervt wegen der ganzen "Abkürzungen". Am nächsten Tag hatte ich eine Erkältung.

Dieses Erlebnis hatte uns jahrelang jegliches Interesse an einem weiteren Besuch in Bielefeld genommen. Aber man muß sich von Zeit zu Zeit seinen Ängsten und vor allem Abneigungen stellen. Von den damals 6 Jungens sind nur noch 2 übrig geblieben. Aber zu dritt ging es dann nach 14 Jahren wieder auf nach Bielefeld. Das Trauma besiegen. Diese dunklen Erinnerungen los werden. Die Vorzeichen waren dieses Mal ungemein besser. Nur die Karte war mit 18,70 Euro noch etwas teurer. Außerdem haben wir dieses Mal ein Navi dabei. Gab es 1996 überhaupt schon solche Geräte? Wahrscheinlich schon, aber man hätte solch ein Gerät wohl als separaten Anhänger hinten ans Auto hängen müssen. Dieses Mal ist kein Stau am Ende der Autobahn. Es scheint die Sonne. Etwas zuviel Sonne. In Bielefeld fahren wir an der ein oder anderen Kaserne vorbei. Unter anderem an einer Kaserne der polnischen Armee. Jemand, dessen Name ich hier nicht erwähnen möchte, sieht eine rot weiße Fahne vor der Kaserne und behauptet von da ab, das wären Polen. Hätte ja mal jemand sagen können, dass Polen jetzt auch in der Nato ist. Nach einigen Witzen über besagte Person, Polen, den Beitritt der Polen in die Nato sind wir am Ziel. Wir suchen uns in einer häßlichen Wohngegend
einen Parkplatz und es geht durch einen malerischen Park Richtung Stadion. Nach ca. 20 Minuten Fußweg angekommen, sagt uns eine freundliche Dame, dass wir hier aber voll falsch sind. Unser Eingang ist einmal ums halbe Stadion auf der anderen Seite. Also schauen uns wir auf dem Weg auch noch den Rest von dem malerischen Park an. Rechtzeitig 15 Minuten vorher sitzen wir im Block. Nicht unweit von der Stelle, wo wir damals saßen. Warum erinnert man sich an so etwas überhaupt? Verdrängt man nicht eigentlich böse Erinnerungen? Die erste Halbzeit ist sehr gut. Die Fans singen. Die Stimmung ist prächtig. Heidi macht eine Hütte und wir führen eins null. Einzig der Schiedsrichter ist wieder einmal vollkommen unfähig. Man fragt sich, wo denn die guten Schiedsrichter hin sind. Machen die alle schon Urlaub? Ein Bielefelder springt dem Oehrl von hinten in die Knochen und der Schiri sieht es nicht mal. Noch nicht einmal der noch verblödetere Linienrichter. Dabei steht der direkt davor. Für Oehrl ist das Spiel vorbei. Ich schlage dem Linienrichter vor, es möge doch die Fahne aus seinem Rektum entnehmen. Dann könne er damit auch ab und an mal wedeln. Es scheint aber gegen seine sexuelle Vorliebe zu gehen und so bleibt die Fahne da, wo sie eigentlich nicht hingehört.
Die zweite Halbzeit startet mit einer 10000% Chance von Harnik. Aber er versemmelt sie. Dann fangen wir uns recht schnell durch einen Torwartfehler den Ausgleich. Danach geht das Spiel erst so richtig los. Beide Mannschaften haben Chancen, aber keiner trifft mehr. So endet das Spiel Unentschieden. Das Trauma ist zwar nicht besiegt, aber ich hoffe, dass zumindest so langsam die Erinnerung an damals endlich schwindet. Wir laufen zurück durch den malerischen Park und nach einer gefühlten halben Stunde können wir uns endlich gemütlich im Auto in den Stau einreihen. Niemand wagt es, den Begriff "Abkürzung" auch nur zu erwähnen. Wir stehen klaglos im Stau. Wir diskutieren über das Relegationsspiel gegen Bochum und sind uns sicher, dass wir die aus der Hose hauen. Bundesliga wir kommen!

Montag, 26. Oktober 2009

Wein am Bierstand

Betzenberg! Ein Pflichttermin. Ich war noch nie auf dem Betze und das soll sich heute ändern. Also machen wir uns auf den Weg nach Kaiserslautern. Dreizehn Uhr ist Abfahrt und Guido, Petra und ich machen uns auf den Weg in die Pfalz. Da wir noch keine Karte haben, wollen wir was früher los. In NRW geht die Fahrt auch reibungslos und man trifft schon die ersten Busse und Autos mit Fortuna Fans auf der Bahn. Allerdings ändert sich das gravierend bei der Überschreitung der Landesgrenze. Ab sofort ist fast überall eine Beschränkung auf Tempo 130. Warum? Damit man die blöde Landschaft besser betrachten kann? Das Tempo schaffen wir eh kaum, da dieses blöde Bundesland auch eine Ansammlung von Baustellen ist. Doch plötzlich passiert ist. Wir treffen auf ein Wurmloch, oder wie auch immer man eine solches Ding auch nennt mit dem Zeitreisen möglich sind. Aber was ist passiert? Also wir waren laut Tacho gut 250 Kilomenter gefahren. Laut Plan sind es insgesamt 296 Kilometer. Plötzlich taucht zum ersten Mal Kaiserslautern auf den Schildern aus und es sollen noch 102 Kilometer sein. Irgend etwas passt hier nicht zusammen. Wir wundern uns, glauben aber eher der Karte und dem Tacho als einem eventuell verblödeten Schilderaufsteller. Nach 5 Kilometer kommt die Ausfahrt Richtung Kaiserslautern und siehe da, das nächste Schild sagt nur noch 46 Kilometer. Mathematisch läßt sich das nicht ergründen. Wir erklären es uns damit, dass wir in ein Wurmloch gefahren sind und die fehlenden 50 Kilometer auf einen Schlag zurückgelegt haben.
Endlich angekommen. Es ist 16:15 Uhr und wir haben noch keine Karte. Angekommen bedeutet aber auch auf einem Park und Ride Parkplatz weit, weit außerhalb von Kaiserslautern. Jetzt müssen wir noch mit einem Shuttle Bus zum Stadion. Wir steigen in einen Bus und der ist bis zum Anschlag voll mit FCK Fans. Vor mit sitzen 2 Jungens mit ihrem Vater und beide sind so 6 Jahre alt oder was älter. Der eine sieht mein Fortuna Trikot, kriegt große Augen, ein wenig Angst und schaut zu seinem Vater. Dann zeigt er auf mich und fängt an zu flüstern. Wieder zeigt er auf mich mit großen Augen und flüstert wieder was. Anscheinend hat der kleine Angst. Vor mir! Aber der Vater hat ihm dann erklärt, dass (a) es auch Gästefans gibt, (b) die ja auch zum Stadion fahren müssen und (c) der Typ nicht gefährlich ist. Danke. Wir reden ein wenig mit den Einheimischen und freuen uns auf den Betze.
Endlich am Stadion besorgen wir uns schnell noch Karten und dann nix wie rein. Es ist schon 17:00 Uhr. Wie immer treffen wir Uwe. Uwe ist ein ganz alter Veteran und war natürlich schon zweimal auf dem Betze. Beim ersten Mal stand Jörg Schmadtke noch im Tor und das andere mal hat irgendsoein Bdraric oder so gespielt.
Petra meint, es wäre doch nett jetzt nen Wein zu trinken. Wir beide schauen sie blöd an. Wein am Bierstand? Vielleicht noch mit ein paar Käsestücken. Beide machen sich auf den Weg und kommen kurz danach mit 2 Bechern Wein wieder. Es gibt am Betze Wein am Bierstand! Jetzt schau ich wieder doof. Also geht es nun ab in unseren Block. Der ist oben. Weit oben.
Wir sitzen ganz außen an der "Glasfront". Naja, so recht durchschauen kann man nicht mehr. Wann hat da wohl das letzte Mal einer die Fenster geputzt. Guido findet die Antwort. Auf der Scheibe neben uns ist etwas auf polnisch geschmiert. Muß also vor einem Spiel der polnischen Nationalmannschaft auf dem Betze gewesen. Jetzt kann ja jeder mal überlegen, wann das war.
Die Stimmung ist schon vorher gigantisch. Der Block bebt. Ich schätze weit über 4000 Düsseldorfer machen schon vorher Stimmung. Auf der Leinwand sieht man den Stadionsprecher und er scheint in sein Mikro zu sprechen. Aber man versteht nicht was er redet. Anscheinend gibt es im Gästeblock eine Lautsprecher. Da es eh nix interessantes sein kann, schenke ich mir den Versuch des Lippenlesens. Lass die Pappnase ruhig labern.
Erste Halbzeit und die Jungens auf dem Rasen geben Gas. Wir reiben uns die Augen. Ist das echt Fortuna? Dann das 1:0! Der Block bebt. Danach machen wir weiter Druck und Jova macht das 2:0. Wir führen 2:0 auf dem Betze! Zur Erinnerung: Fortuna hat das letzte Mal 1976 nach einem Sportgerichtsverfahren in Kaiserslautern gewonnen. Es riecht nach Geschichte. Der FCK ist geschockt und die Düsseldorfer machen weiter Druck. Wahnsinn. Alle hatte eigentlich mit einer Niederlage gerechnet. Aber wir führen!
Halbzeit und es wird kurz etwas ruhig im Block. Das ist aber nur kurz Ausruhen vor dem Sturm. Die zweite Halbzeit über steigern die Fans sich noch mehr und singen in einem durch. Von den Lautern Fans ist nichts zu hören. Ja, ja, you're only singing when your winning! Guido und Petra sind beim dritten Schoppen angekommen. Alle sind etwas angespannt, denn Lautern macht die ersten 15 Minuten richtig Druck. Wenn wir die erste Viertelstunde durchhalten, dann gewinnen wir hier. 61. Minute. Nix passiert. Wir sind uns sicher, die Messe ist gelesen. Obwohl die Oper erst vorbei ist, wenn die dicke Frau gesungen hat. Trotzdem. Hier brennt nix mehr an.
Mittlerweile merken das auch die Lauterer und ihnen fällt nicht mehr viel ein. Wir zittern uns zum Abpfiff. Dann endlich. Auswärtssieg in Lautern!
Vor dem Stadion treffen wir den Hossi und auf dem Weg zum Shuttle Bus rennt der gute Hossi auch noch den Palikuca um. Was steht der auch doof vorm Stadion rum.
An der Bushaltestelle dann das erwartete Chaos. Wir gehen erst nach an der Tanke was zu trinken holen. Drinnen steht plötzlich einer vor mir, klopft mir auf die Schulter und sagt "Echt verdienter Sieg". Ich schau ihn an und sag "Na klar, was denkste denn". Dann sehe ich, der ist gar nicht von uns. Ein FCK Fan. Dann sagt er noch "Ihr seid echt geil. Super Stimmung. Ihr seid so geil wie St. Pauli". Nett.
Es kommen zwar Busse, aber die Menschenmasse ist doch zu groß. Neben uns steht ein älterer Pfälzer und sagt "Ja, ist halt nicht wie bei Euch in der Großstadt. Hier sind wir in der Provinz". Aber so was von in der Provinz. So stehen wir denn etwas länger an der Haltestelle. Aber schließlich hält auch mal bei uns ein Bus und es geht endlich zum Auto. Es ist mittlerweile 21:00 Uhr und wir haben ja noch ein paar Meter vor uns.
Als wir dann endlich im Auto sitzen und Richtung Autobahn fahren, steht neben uns ein anderes Auto. Die hupen wie blöde und einer macht die Scheibe runter "Ey, geiles Spiel, absolut verdienter Sieg. Ihr seid echt geil". Ihr? Oh! Das waren wieder Lauterer. Recht hammse.
PS: Natürlich hatte ich wieder das grüne Diebels Trikot an!

Montag, 21. September 2009

Bald lass ich es rahmen

Der Wecker klingelt um 9:00 Uhr morgens an einem Samstag. Eigentlich keine Zeit zum Aufstehen. Aber heute schon. Es geht nach Aahlen. Auswärtsspiel. Da es nur 1,5 Stunden sind, fahren wir doch gerne mal aufs Land. Ich war ja auch noch nie in Aahlen. Das schöne an Auswärtsspielen ist ja auch immer die Anreise. Man trifft überall auf der Autobahn andere Bekloppte, die auch gerade unterwegs sind. Immer wieder erstaunlich, was an Samstagen eigentlich immer abgeht. Man trifft Fans von der eigenen Mannschaft bei der ein oder anderen Pinkelpause. Oder auch mal Fans von anderen Mannschaften. Bei zweiteren mustert man sich kurz verächtlich, denkt sich insgeheim was für Spaselacken, wünscht Ihnen alles Schlechte und fährt siegesgewiss wieder von dannen. Dieses Mal treffen wir auf ein paar Dortmunder auf dem Weg nach Hannover. Also kurz gemustert, die häßlichen Trikots angeschaut, die häßlichen Typen dazu, milde gelächelt und dann voller Verachtung hinter uns gelassen.
Die Fahrt ist eigentlich auch recht entspannt, bis wir dann endlich in diesem Dorf ankommen. Pünktlich zum wahrscheinlich größten Spiel mit den meisten Gästefans haben die Dorfältesten beschlossen, die Zufahrtsstrasse zu renovieren. Baustelle. Stau. Es ist 11:45 Uhr und wir haben es eilig, weil noch keine Karten. Einspurige Strasse und Baustellenampel. Also stehen wir lange in der Schlange. Eigentlich hätten wir gerade fähren können, aber ein Opa kommt uns entgegen. Offensichtlich hat es das mit der bestimmten Farbgebung bei Ampeln nicht mehr griffbereit und ist einfach mal gefahren. Komt ja gerade keiner. Dadurch dürfen wir alle noch eine Rotphase mitmachen. Der entgegenkommende Opa wird von vielen netten Fortuna Fans beschimpft, beleidigt und das alles zurecht. Er schaut etwas überrascht bei so viel Hass. Ich rate ihm im vorbeifahren, er möge doch seinen Führerschein abgeben oder sich zum Sterben in seinen Garten setzen.
Endlich geht es weiter und wir sind pünktlich am Stadion und finden direkt daneben einen Parkplatz. Ein paar Meter zu Fuß und wir stehen vor dem Wersestadion. Nein, nicht Weserstadion. Dann hätten wir uns übel verfahren, weil das ist in Bremen. Wersestadion. Den Gästebereich erkennt man sofort, denn da stehen jede Menge Fans. Wir stellen uns dazu. Ein paar Minuten später betreten wir das Wersestadion. Was ein übles Stadion. Man sieht direkt, dass ist schon was älter. Alte Stadion erkennt man immer direkt daran, dass die Blöcke sehr niedrig sind und man quasi nur ein Stückchen oberhalb der Grashalme steht. Die Sicht auf das Spielfeld und auch das Tor gegenüber ist dadurch, sagen wir mal, leicht eingeschränkt.
Egal, wir sind da und die Sonne scheint. Das macht sie übrigens volle Kanne. Kein Schatten und keine Wolke zu sehen.
Eine halbe Stunde vor Spielbeginn kommt die Mannschaft zum Aufwärmen. Die Fans singen und die Sonne scheint. Ich lerne meinen Nachbarn kennen. Netter Mensch. Wir reden über Fortuna.
Dann endlich geht das Spiel los und 19 Sekunden später führen wir. Toll. Das kann ja was werden. Nicht viel später und wir führen 2:0. Na was ist denn hier los. Ein Torfestival etwa? Sehr schön. Mein Nachbar freut sich auch. Die Sonne scheint. Danach kassieren wir den Anschluß, weil Düssekdorf nach 25 Minuten aufhört Fussball zu spielen. Unmut macht sich breit. Egal, wir führen und die Sonne scheint.
Halbzeit. Ich denke mir, ein Getränk wäre nicht schlecht und gehe Richtung Getränkestand. Hinter der Theke stehen ein paar sehr nette, junge Mädels, die völlig überrascht sind, dass (a) nach 45 Minuten ein Fussballspiel unterbrochen wird, (b) Leute bei dem Wetter was trinken wollen und (c) die auf einmal arbeiten müssen. Völlig überfordert haben sie auch vergessen ein paar Becher zu besorgen. Also, keine Getränke, weil keine Becher. Nach 10 Minuten warten haben die jungen Damen komplett die anfängliche wohlwollende Aufmerksamkeit aufgebraucht. Mittlerweile gehen die mir gewaltig auf den Sack. Tröpfchenweise kommen doch mal ein Becher zurück und nach 20 Minuten habe ich was zu trinken und einen riesen Hals. Also fängt die zweite Halbzeit ohne mich an. Ärgere mich, dass der Schiedsrichter nicht mal warten konnte, bis ich wieder im Block bin. Ist eh ein Blödmann.
Mein Nachbar und 90-Minuten-Freund erzählt mir, dass ich nix verpasst habe. Er schon, weil er war keine Getränke holen. Ich erzähl ihm die Geschichte und er lacht. Was ist daran komisch frage ich mich. Egal, die Sonne scheint.
Die Düsseldorfer machen das 3:1 und wir freuen uns, dass Bulle endlich getroffen hat. Mein Nachbar sagt, war ein Glückstreffer. Jaahaa, ja und? Wir philosophieren ein bisschen über andere russische Spieler, die mal für Fortuna spielten. Von Spieler wie Sergej Juran kommen wir auf andere Versager wie Igli Tare, die albanische Wandergitarre, und stellen fest, früher war wirklich nicht alles besser. Beenden schnell das kramen in alten, schlimmen Erinnerungen und schauen wieder Fussball. Schließlich ist ja auch schönes Wetter und die Sonne scheint.
Der gute Marcel Gaus macht das 4:1 und wir freuen uns. Abpfiff, gewonnen. Die Fans feiern. Die Aahlener Fans auch. Aber was? Wahrscheinlich das schöne Wetter und das die Sonne scheint.
Mein neuer Freund verabschiedet sich, wir beide wissen, wir werden uns nie wieder sehen und freuen uns. Wir machen uns auf den Weg zum Auto und ich freue mich wie blöde, wenn ich endlich das Trikot ausziehen kann. Natürlich habe ich das grüne alte Diebels Auswärtstrikot an. Gerade bei diesem Wetter ein wirklich doofe Idee. Aber es muß halt sein. Wir haben bisher noch nicht verloren, wenn ich da war und das Trikot anhatte. Warum habe ich Idiot auch in Duisburg ein anderes angezogen??? Gebt mir die Schuld für die Niederlage.
Wenn das so weiter geht, dann lass ich am Ende der Saison das Trikot einrahmen. Muß ich auch, weil dann dürfte es langsam aber sicher etwas stark riechen.

Mittwoch, 2. September 2009

Ihr seid leiser als Fortuna Köln

Ein herrlicher Tag. Vielleicht etwas zu warm. Es geht nach Duisburg zum Auswärtsspiel. Wird es überhaupt ein Auswärtsspiel? Bei den vielen Fortuna Fans wohl eher ein Heimspiel.
Der gute Ellmann hatte uns vor Wochen schon Karten besorgt. Er ist Fanbeauftragter vom MSV. Leider Karten für den Duisburg Block. "Ne, kein Problem, damit kommt ihr auch in den Gästeblock". Hoffentlich. Also ruf ich Ellmann nachmittags an. Er hat noch die Karten. "Kommt aber zeitig, es wird Stau geben. Außerdem gibt es extrem viel Polizei. Die Düsseldorfer haben groß Randale angekündigt". Wir wollen uns am Fancontainer der MSV Fans treffen, um die Karten abzuholen. Kein gutes Gefühl auf so viele MSVler zu treffen. Ich überleg kurz, ob ich denn überhaupt ein Trikot anziehen soll. Ne, natürlich! Aber dieses mal das alte Henkel Trikot. Das hat kurze Arme und man kann perfekt ein Poloshirt drüber ziehen und keiner sieht was.
Also machen wir uns um sechs Uhr auf den Weg Richtung Duisburg. Wer schon mal da war, der weiß, da herrscht immer Verkehrchaos. Kein Wunder, wenn auch nur eine 2spurige Strasse von der Autobahn zum Stadion führt. Also reihen wir uns auch direkt an der Ausfahrt in die Schlange ein. Es geht wie immer schleppend vorwärts. Um 19:15 Uhr sind wir auf dem Parkplatz und gehen Richtung Container. Treffen den guten Ellmann. Der sieht, dass ich ein Trikot unter meinem Poloshirt anhabe und schaut mich kritisch an. Wenn wir nicht in den Gästeblock kommen, dann könnte das kritisch werden.
Also marschieren wir einmal um das halbe Stadion und treffen nach so vielen Duisburgern endlich auf normale Leute. Naja, sagen wir mal auf Fortuna Fans. Die stehen noch alle vorm Block und trinken die ein oder andere Dose Bier. Drinnen gibt es ja nix. Problemspiel.
Dann kommt der etwas heikle Moment. Wir stehen am Eingang. Der Ordner schaut sich die Tickets an und stellt doch glatt fest, wir sind hier total falsch. Dann schaut er auf mein Fortuna Trikot, überlegt, fragt den Chef, der denkt kurz nach und dann lassen sie uns doch in den Block. Irgendwas sagt der von wegen, wir müssen dann innen wo anders langgehen und wir müssen in einen anderen Block, aber das höre ich leider nicht. Wäre wohl zu heikel so in den Duisburg Block zu gehen.
Drinnen füllt sich der Block und die Fortunen singen schon. Der Duisburg Block ist komplett gefüllt, aber man hört nix.
Kurz vor dem Spiel marschieren dann auch die Ultras ein in den Block über uns und es wird direkt ohrenbetäubend laut. So muß es sein. Das Spiel geht los. Wir machen nach kurzer Anfangsphase richtig Druck. Die Duisburger finden nicht ins Spiel. Wir haben die erste Chance. Nur kein Tor. Dann kurz vor der Pause der Hammer. Ein Gewaltschuß und Duisburg führt 1:0.
Verflixt. Ein Duisburger Fan im Block neben uns meint, er müsse sich zum Spielgeschehen und Fortuna äußern. Anscheinend juckt ihm etwas das Freßbrett. Der pöbelt rum bis die Ordner kommen. Dann haut er ab. Aber die Ordner finden ihn und er wird unter Applaus vom Düsseldorf Block abgeführt.
In der Halbzeit gibt es ein lustiges Spiel. "Speedschießen" oder so. Drei Leute dürfen kräftig vor die Murmel treten und es wird die Geschwindigkeit gemessen. Der schnellste gewinnt was. Tja, beim ersten kommen handgestoppte 0 Km/h raus. Der zweite ist genauso gut. Nur der Dritte kriegt was auf die Reihe. Die anderen beiden sollte sich mal bei der Frauenmannschaft von Duisburg melden.
In der Halbzeit kann man mal wieder ein globales Phänomen beobachten. Die Damen und Herren am Getränkestand werden jedes Mal auf neuste davon überrascht, dass nach 45 Minuten das Spiel unterbrochen wird. Das dann auch noch Leute sich ne Cola holen wollen, scheint immer wieder totals Neuland zu sein. So auch hier. Nett ist hier übrigens die strenge Einteilung zwischen Getränken und was zu essen. Beide ist streng getrennt. Quasi durch eine unsichtbare Demarkationslinie sind beide Bereich unerreichbar für die armen Verkäufer eingeteilt. Eine Wurst und eine Cola geht nicht. Weil entweder was trinken oder was essen. Beides zusammen gibt es nicht. Obwohl der Colamann quasi an den Würstchen vorbeiläuft. Schade. Denn bei aller Rivalität muß ich klar sagen, dass es hier einer der besten Stadionwürste gibt. Das muß man den Pappnasen lassen. Schade nur, dass sie die einfach nicht verkaufen wollen.
Den Schiedsrichter namentlich hier zu erwähnen, wäre eine vollkommen ungerechtfertigte Aufwertung seiner Person. Er soll als namenloser Versager und Blindgänger in die Analen eingehen. Seine beiden Kollegen an der Seitenlinie verdienen ebenfalls nicht die geringste Erwähnung.
Die Stimmung im Block ist großartig und alle singen in einer Tour. Angeblich war im Fernseher wohl auch nur der Düsseldorf Block zu hören. Wir singen "Ihr seid leiser als Fortuna Köln". Nach dem Spiel haben sich wohl MSV Fans in ihrem Forum darüber beschwert, dass DSF die Außenmikros nur vor unseren Block gestellt hätten. Ist klar. Wenn man nur die Fahne schwenkt und ansonsten die Klappe hält, dann hört man das auch schlecht im Fernsehen. Idioten.
Die zweite Hälfte ist vom Spiel her nicht mehr so ganz toll. Wir zahlen Lehrgeld. Olivier Caillas gewährt den Duisburgern den zweiten Treffer bevor er dann endlich auf der Bank Platz nehmen darf. Dann noch ein doofer Fehler im Mittelfeld und Sandro Wagner macht alles klar.
Trotzdem singen die Jungs weiter. Und weiter. Selbst nach dem Spiel singen sie weiter. Selbst als wir schon im Auto saßen, auf dem Weg Richtung Autobahn, hört man die Jungs noch singen.
Vielleicht waren ja auch noch ein paar Duisburger im Stadion, die durch trotziges Fahneschwenken versucht haben, da mit zu halten. Das konnte ich aber dann nicht mehr hören, im Auto, Richtung Autobahn. Nur die Düsseldorfer.

Montag, 24. August 2009

und es war doch schön

Endlich das erste "richtige" Zweitligaspiel. Bisher ging es ja nur gegen 2 Aufsteiger. Da kann man die eigene Mannschaft doch eher schwerlich einschätzen. Das Spiel gegen Paderborn war natürlich großartig. Gegen Berlin in Berlin gibt es halt für uns nichts zu holen.
Aber jetzt Koblenz. Unser erstes Freitag Abend Spiel um 18:00 Uhr. Was für eine doofe Uhrzeit. Also darf ich mich schon um halb fünf auf den Weg Richtung FGP machen. Hab wieder mein grünes Diebels Trikot an. Hat immerhin gegen Paderborn Glück gebracht. Im normalen Leben bin ich nicht abergläubisch. Ich glaube auch nicht an Horoskope, es sei denn es ist gut. Aber wenn man einmal gewonnen hat, dann wird das Trikot auch beim nächsten Spiel wieder angezogen. Es kleines Problem ist nur das Trikot an und für sich. Mitte der 90er, als das Trikot gefertigt wurde, war das Wort "atmungsaktiv" noch nicht erfunden. Demensprechend könnte man sich auch gut in Frischhaltefolie einwickeln. Das Ding hat auch noch lange Ärmel. Egal, nur halt etwas unangenehm.
Man hält halt an gewissen Ritualen fest. Ich will gar nicht alle beschreiben. Alleine beim drüber nachdenken, zweifle ich etwas an mir selber. Jedenfalls habe ich mir wie immer die Stadionzeitung gekauft, Petra ist wie immer als erste in den Block gegangen, hab der Mannschaft zugewunken, Guido steht nach kurzer Auszeit auch wieder rechts neben mir, also alles vorbereitet und es kann losgehen. Die Stimmung ist wie gewohnt klasse.
Leider will sich Koblenz nicht so recht am Anfang in die Rolle des devoten Punktelieferanten einfinden. Die machen tatsächlich ziemlich Druck. Aber unsere Abwehr, vor allem mit den neuen, ist eine Bank. Selbst Hamza Cakir spielt fussball ähnlich. Normalerweise spielt er ja eher wie der legendäre Jörg Bach. Also entweder das Ding hinten hoch raushauen, oder quer spielen. Naja, Jörg Bach hat den dabei meistens über das gegnerische Tor gehauen.
Nach der ersten Viertelstunde hatten wir das Spiel dann locker im Griff. Das Tor war nur eine Frage der Zeit. Chancen waren wieder mal mehr als für 3 Spielen vorhanden. Zweite Halbzeit verlief vollkommen souverän von unserer Mannschaft aus. Die arme Koblenzer kamen kaum aus der eigenen Hälfte raus.
Eine wirklich beachtliche Leistungen lieferte auch der Schiedsrichter in seinem ersten Fussballspiel ab. Es wäre nett zu wissen, welche Sportart der Gute vorher betreut hat. Da es offensichtlich sein erstes Spiel war, wollen wir uns nicht weiter aufregen. Das habe ich schließlich neunzig Minuten schon getan. Meinen Vorschlag, er solle doch mal seinen Kopf aus dem Gesäß ziehen, damit er etwas besser sehen könnt, wollte er dann auch nicht aufgreifen. Meinen anderen Vorschlag an den Linienrichter, sich seine Fahne rektal einzuführen, damit er nicht mehr so doof damit rumwinkt, fiel ebenfalls auf Taube Ohren. Ich mein es ja nur gut und man will ja nur hilfreich sein.
Der Wunsch, die Niederlage vom Tus letzte Saison gegen Rostock (9:0 für Hansa) zu überbieten ging dann nicht in Erfüllung.
Übrigens hatte Uwe Rapolder seinerzeit in einem Interview erzählt, dass seine Frau nach besagtem Spiel ihn auf dem Handy anrief und meinte, der Videotext im Fernseher wäre kaputt. Da würde was von 9:0 stehen und das könne ja nicht stimmen. Ich gehe mal davon aus, dass Frau Rapolder die Nacht auf dem Sofa schlafen durfte. Außerdem erzählt man sich, dass die Mannschaft von Koblenz sich das Spiel auf der Rückfahrt im Bus direkt auf Video anschauen durfte. Da es rund 590 Kilometer von Rostock nach Koblenz sind, hat Herr Rapolder das Spiel in einer Endlosschleife laufen lassen. Mancher Spieler dürfte froh gewesen sein, dass körperliche Gewalt in Deutschland per Gesetz verboten ist. Frau Rapolder wahrscheinlich auch.
Am nächsten Abend habe ich dann den Hossi auf dem Feuerwehrfest getroffen. Der hat ne Dauerkarte für den 42er. Da stehen die Ultras. Die waren dann so gut drauf, dass die nach dem Spiel einfach weitergefeiert haben. So lange, bis dann eine Stunde nach dem Spiel die Mannschaft noch mal aus der Kabine kam um mit den Jungs noch ein bisschen zu singen und zu feiern.
So, jetzt geht es gegen Duisburg. Aufgrund guter Beziehungen haben wir sogar schon Karten. Von einem Dusiburg Fan. Trotzdem netter Kerl.
Ich werde wieder das grüne Diebels Trikot anziehen. Petra wird wieder als erste in den Block gehen und Guido wird rechts neben mir stehen. Dann winke ich der Mannschaft beim Einlaufen zu und wir können gar nicht verlieren.

Samstag, 15. August 2009

Immer wieder und immer wieder

Viel zu berichten gibt es heute nicht. Ich war nicht in Berlin. Der gute Hossi schon. Heute morgen um halb eins hat er sich Richtung Düsseldorf auf den Weg gemacht, um zum Fanbus zu kommen. Um drei Uhr fuhr der wohl ab. Ziemliche Höllentour. Aber der Bekloppte hat ja auch ne Dauerauswärtskarte.
Das Spiel war wohl eher durchschnittlich. Aber ausgerechnet Sahin muß treffen. Warum treffen immer irgendwelche Ex-Fortunen gegen uns? Dann gerade auch noch der. Sahin, der in seiner Zeit bei uns immer wieder auf neue seine Unfähigkeit und Dummheit demonstrierte. Man wollte ihm immer zurufen "wir wissen, dass Du doof bist und kein Fussball spielen kannst. Du mußt es nicht JEDES Mal wieder beweisen".
Philipp hat mir hinterher geschrieben. Der Idiot hat auch noch hämisch in Richtung Düsseldorf Block geklatscht. Dafür kriegt er im Rückspiel die Quittung.
So, mehr gibt es nächste Woche nach dem Heimspiel gegen Koblenz. Ich werde wieder mein altes grünen Diebels Trikot anziehen. Hat schließlich Glück gebracht gegen Paderborn.

Montag, 10. August 2009

Erfreulich unspektakulär

Die Saison geht los. Das erste Spiel geht gegen Paderborn. Die Dorfmannschaft aus der Gegend Ostwestfalen-Lippe gehört nicht zu unseren Lieblingsmannschaft. Bisher ist die Bilanz nicht besonders positiv. Aber nach dem Pokalspiel gegen Hamburg herrscht zurecht ein wenig Optimismus.
Arg gewöhnungsbedürftig ist die neue Anstoßzeit von 13:00 Uhr an einem Samstag. Da sich auch ca. 20.000 angekündigt haben, machen wir uns etwas früher auf den Weg. Normalerweise gibt es ja eine Schlange bis die Treppe runter, wenn mehr als 10.000 kommen. Also sind wir um 12:15 Uhr am Stadion. Als wir die Treppe rauf kommen, eine erste Überraschung. Keine Schlange. Nix. Sind wir so früh? Kommt doch keiner? Aber nein, unser Ordnungsdienst hat es nach Jahren der Trockenübungen endlich mal geschafft, mehr Durchgänge aufzubauen. Staunend gehen wir direkt durch die Kontrolle. Vor dem Stadion treffen wir noch Uwe und sprechen kurz über die neuen Durchlaßkontrollen. Alle sind immer noch sprachlos. Vor dem Block treffen wir noch einen alten Freund von früher und fachsimpeln etwas über die neuen Spieler. Was man halt so macht, wenn man jemanden trifft, mit dem man sich eigentlich nix zu sagen hat.
Endlich 13:00 Uhr. Die Mannschaften laufen ein. Man merkt die erste Änderung. Es kommt kein "95 Ole" vom Band, sondern so eine bescheuerte DFB-2te-Liga-Hymne. Ätzend. DJ Opa ist ein Opportunist. Soll er doch trotzdem einfach unser Lied spielen. Blöde Hymne.
Ich persönlich muß sagen, dass mir das Ergebnis eher zweitrangig ist, solange jemand Rudi Zedi zum Sportinvaliden tritt. Dann können wir sogar zweistellig verlieren. Aber der Judas ist noch nicht mal in der Startaufstellung. Rufe trotzdem ein paar verächtliche Kommentare über Zedi und seine häßliche Sippschaft.
Das Spiel wird recht entspannt, denn Christ haut mal direkt am Anfang einen Freistoß rein. Dann noch 2 Tore hinterher und wir führen zur Halbzeit 3:0. Hoffe, dass Zedi in der 2ten Halbzeit kommt und dann jemand ihn zum Sportinvaliden tritt. Das wäre der Höhepunkt. Nicht nur den Paderborner den Fussballstiefel bis zum Knöchen rektal eingeführt, nein, auch den Staatsfeind Nummer eins erledigt. Aber Zedi kommt auch in der 2ten Halbzeit nicht. Läuft sich aber direkt vor unserem Block warm. Rufe ein paar Kommentare zu ihm runter, aber er ignoriert mich. Die Kollegen neben mir schauen etwas verwundert, warum ich den sooo dermaßen hasse. Naja, die waren wohl in der Saison 98/99 nicht dabei. Ich schon. Und Zedi und Igli Tare die albanische Wandergitarre auch. Und das vergessen wir denen nicht. Niemals!
Wer sich nicht mehr echt erinnert, hier die Abschlußtabelle:
16. (16.)
KFC Uerdingen 05





31
17. (17.)
SG Wattenscheid 09





30
18. (18.)
Fortuna Düsseldorf





28
Das letzte Spiel war übrigens in Oberhausen. Damals gewannen wir 3:1. Gefühlt der einzige Sieg der Saison. Letzter Torschütze ein gewisser Rudi Zedi. Damals wollten Fortuna Fans den Platz stürmen und die Mannschaft verprügeln. War sehr lustig. Wir waren so geschätzte 200 Fortuna Fans und vor unserem Block geschätzte 300 Jungs von der Knüppelgarde. Ich erinnere mich auch noch, dass links neben uns ein Pulk von 20 Nazis stand. Mittendrin ein maximal pigmentierter Junge. Der hatte sich aber nicht verlaufen, sondern der gehörte dazu. Ein schwarzer Nazi. Waren wohl so multi-kulti Nazis. Ein paar kriegten hinterher von ein paar anderen Fortuna Fans eins aufs Maul. Zurecht.

Die 2te Halbzeit ist erfreulich unspektakulär. Wir dominieren die Paderborner. Die arme Kerle kommen manchmal noch nicht einmal mehr aus der eigenen Hälfte.
Nach dem Spiel die erste Stadionwurst. Ein Braunkohlebrikett der übelsten Sorte. Wie immer. Das Brötchen noch ein Überbleibsel vom Spiel gegen BremenII.
Egal, Spitzenreiter, Spitzenreiter, he, he.